Nachhaltige Kleidung- doch wie verhalte ich mich als Verbraucher auch wirklich nachhaltig?

Nachhaltigkeit, nachhaltige Mode, nachhaltige Kindermode...

Die Liste an Suchbegriffen im Netz ist lang. Schön, dass auch Du Dich für das Thema Nachhaltigkeit interessierst. Heute werde ich in desem Blog klare Tipps mit an die Hand geben, wie man im Bereich Textilien noch nachhaltiger einkaufen und handeln kann.

1) Überblick über den eigenen Kleiderschrank verschaffen

Wer kennt nicht das Gefühl: Man steht vor dem viel zu vollen Kleiderschrank und hat trotzdem nichts zum Anziehen. Also erstmal für Ordnung sorgen:

- Sortieren ( z.B.) Sommer und Winter, nach Farben

- was wird nicht mehr getragen

- ordentlich Falten hilft gegen das mehrfache Bügeln

2) Frage klären: Brauche ich jetzt etwas Neues

- Geschicktes Marketing verleitet uns immer wieder zu spontanen Käufen

- Deswegen vor dem nächsten Kauf einfach mal kurz in sich kehren und überlegen, ob ich diese Ware wirklich kaufen möchte und bereit bin es zukünftig mindestens 20 x zu tragen

3) Auf die richtigen Siegel achten

GOTS und IVN sind sehr strenge Siegel. Seit 2019 wurde der Grüner Knopf eingeführt. Es ist noch nicht so weitreichend, wie die beiden zuvor genannten Siegel, dennoch ist es ein staatliches Siegel.

Wenn Du Interesse hast, so findest Du hier weitere Blogartikel über GOTS und Grüner Knopf.

4) Weniger kaufen, dafür in hoher Qualität

Das schnell gekaufte Schnäppchen T-Shirt ist nach kurzer Zeit tragen ein Fall für den Müll. Dies belastet unnötig Deinen Geldbeutel und ist maximale Ressourcenverschwendung. Achte bei jedem Bekleidungskauf, dass Du ein hochwertiges Produkt aus einer fairen Produktion kaufst.

5) Upcycling

Kleine Löcher können genäht werden und ein kaputter Reißverschluss kann entweder repariert oder ausgetauscht werden. Somit wird die Lebensdauer des Lieblingsstück deutlich verlängert. Bei zu kurzen Kinderhosen, wo aber der Hosenbund noch passt, kann man zu einer kurzen Hose umfunktionieren ( entweder kürzen oder manchmal geht es auch nur mit krempeln).

6) Verwende Textilien aus Naturfasern

Textilien aus Polyester (Plastik) etc. verlieren bei jedem Waschgang feinste Teile Mikroplastik, die über die Abwässer wieder in die Meere gelangen. Um das zu umgehen kannst Du entweder spezielle Filter für die Waschmaschine verwenden oder Textilien aus Naturfasern tragen.

7) Vermeide giftige Chemikalien

Kleidung, die den Hinweis "bügelfrei", "knitterfrei", "vor dem Tragen waschen" tragen, enthalten oft bedenkliche Inhaltsstoffe. Orientiere Dich auch hier z.B. an dem Textilsiegel GOTS. Dort ist ganz klar geregelt, was nur an Chemikalien verwendet werden darf. 

8) Altkleidersammlung

Liegt die Kleidung in Deinem Kleiderschrank nicht mehr im Trend oder gefällt sie Dir nicht mehr, so nimm doch Kontakt zu einer regionalen Einrichtung (z.B. Sozialkaufhaus o.ä.) auf. Oder nutze das Angebot der Altkleidersammlung. Achte hier aber darauaf, dass Du einen seriösen Anbieter findest, der noch sinnvolles mit der Bekleidung vor hat.

9) Richtige Pflege

Jeder Waschzyklus verringert die Qualität Deiner Kleidung. Deshalb prüfe genau, ob die Hose nach einmaligem Tragen sofort in die Wäsche muss oder Auslüften hilft. Somit kannst Du die Lebensdauer deutlich erhöhen, weil Du den Stoff schonst.

10) Gebraucht kaufen

In den zahlreichen Secodhand-Läden kannst Du viele Produkte finden, die noch in einem einwandfreien Zustand sind.

11) Zum Schluss gibt es noch einige Tipps zu richtigen Waschen:

- Belade die Waschmaschine immer vollständig und vermeide das Waschen von einzelnen Stücken. Dies spart Energie, Wasser und Waschmittel

- Dosiere das Waschmittel richtig / informiere Dich hier vorab über die Wasserqulität in Deiner Region. Weiterhin brauchst Du nicht für jede erdenkliche Art von Kleidung ein eigenes Waschmittel. Schone hier lieber Deinen Geldbeutel.

- 30-40 Grad Waschtemperatur reichen bei einer normalen Verschmutzung aus. Je höher die Temperatur, desto höher ist der Energieaufwand

- Vorwäsche ist nur bei starker Verschmutzung notwendig

- Beachte die Pflegehinweise in der Bekleidung. 

- Trockne auf der Wäscheleine und glätte jedes einzelne Stück vorab durch Ausschlagen. Somit sparst Du auch wieder Energie und kannst evtl. sogar komplett auf das Bügeln verzichten.

 

 

 

 

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