Bekleidungstipps Stoßlüften

Gefühlt war eben noch Sommer und alle Leute um einen herum waren im entspannten Sommer-Feeling. Doch nun ist der Herbst da und damit gehen auch leider die Corona-Zahlen hoch.

Viele Eltern haben noch das vergangene Frühjahr im Hinterkopf mit geschlossenen Kindergärten und Schulen und viele sind ratlos, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weiter geht. Stand per heute 28.10.2020 sollen die Schulen und Kindergärten so lange wie möglich geöffnet bleiben.

Wie soll dies geschehen?

Die bisher geltende AHA Regel  (A = mindestens 1,50 m Abstand zu anderen Menschen halten, H = Hygiene, A = Alltagsmaske) wird nun noch um den Punkt L = regelmäßiges Lüften erweitert. 

Das regelmäßige und beherzte Lüften führt in den Klassen dazu, dass es für die Kinder innerhalb kurzer Zeit empfindlich kalt wird. Somit ist derzeit eine geschickte Bekleidungsauswahl ratsam. Hier kommt wieder das bewährte Zwiebel-Prinzip zum Einsatz. Mehrere Schichten übereinander geschickt zu kombinieren, damit sich die Kinder schnell an die veränderten Raumtemperaturen anpassen können.

Wie sieht dieses Zwiebelprinzip konkret aus?

Ich empfehle hier Kleidung aus atmungsaktiven und natürlichen Materialien, damit die empfindliche Kinderhaut nicht unnötig gereizt wird bzw. ein Hitzestau vernieden werden kann. Zudem ist bei dem Zwiebelprinzip wichtig, dass jedes einzelne Bekleidungstück nicht zu eng am Körper sitzt. Die dadurch entstehenden Luftpolster sind maßgeblich an der Wärmeisolation beteiligt.

1. Schicht: Basisschicht bzw. Unterwäsche -> Je nach Außentemperatur kann man hier schon unterschiedlich kombinieren. Entweder normale Unterwäsche mit einem T- Shirt kombiniert oder ein Langarmshirt in Kombination mit einer langen Unterhose bzw. Strumpfhose. Bei der Auswahl der Strumpfhose ist die richtige Passform sehr wichtig. Eine zu kleine bzw. enge Strumpfhose stört den Bewegungsablauf und ist für die Kinder den Tag über sehr störend. Dies triftt auch auf eine zu große Strumpfhose zu, weil das überschüssige Material schnell Falten wirft und man bei einem langen Schultag somit Druckstellen bekommen kann. Und wer kennt nicht das Problem eines zu großen Socken, der in den Schuhen ewig rutscht und man keinen richtigen Halt findet. 

2. Schicht: Isolationsschicht -> Hier eignet sich für den Schulunterricht ein Hoody oder eine Fleecejacke mit Reißverschluss. Hier kann dann vom Kind je nach Temperatur selbst entschieden werden, ob diese Schicht anbleiben soll bzw. schnell ausgezogen werden kann. Für ein besseres Wärmegefühl ist es, wenn der Stoff an der Innenseite aufgeraut ist.

3. Schicht: Wetterschutzschicht  -> Eine von innen kuschelige Winterjacke, die weit genug geschnitten ist, um gemütlich über die anderen Schichten drüber zu passen. Zudem sollte die Jacke sich schnell an- und ausziehen lassen. Besonderes Augenmerk sollte hier auf den Reißverschluss gelegt werden. Lässt er sich vom Kind schnell und einfach öffnen und schließen? Gerade die gut gemeinten Windstopper unter dem Reißverschluss neigen schnell dazu sich mit in den Reißverschluss zu verkanten. 

Zum Schluss darf ein warmer Schal und bei Bedarf eine warme Mütze nicht fehlen. Am besten beides mit dem Kind gemeinsam aussuchen, damit diese beiden kein Schrankhüter werden. Gerade bei der Mütze ist auch wieder eine richtige Passform sehr wichtig. Denn es gibt nicht schlimmeres als eine ständig rutschende, kratzende Mütze oder ein zu enges Modell, bei dem die Kopfschmerzen drohen. Hierzu einfach im Geschäft ausprobieren bzw. beim Online-Kauf mit dem Maßband den Kopfumfang messen und anschließend mit den Herstellerangaben vergleichen.

Bei Zweifeln immer direkt bei den Herstellern nachfragen, diese kennen ihre Passformen und können schnell und einfach einen Ratschlag geben.

 

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