Arbeiten mal anders

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 In der aktuellen Zeit von Corona sind viele Existenzen von Unsicherheiten und Angst geprägt.

  • Wie geht es weiter? Werde ich es schaffen? Was kann ich tun? 
  • Gerade erleben wir eine Zeit, die noch nie da gewesen ist und uns somit die Erfahrung fehlt, wie es danach aussehen wird.
  • Für alle arbeitenden Eltern kommt erschwerend hinzu, dass die Kinderbetreuung in Vollzeit Zuhause stattfindet, ebenso wie die schulische Weiterbildung.
  • Und dann gibt es noch die vielen StartUps mit tollen Ideen und voller Motivation, die derzeit mit ganzer Kraft ausgebremst werden.

 

In dieser Zeit habe ich eine ganz tolle „Working-Mom“ kennengelernt, auf die die oben genannten Punkte zu 100 % zutreffen:

In 2019 gegründet, mit 2 Kindern und nun Kontaktverbot & somit keine Möglichkeit das StartUp weiter aufzubauen.

Bewundernswert ist aber die Kraft des Kämpfens! Denn anstatt tatenlos auf die Zeit danach zu warten, hat sie das getan, was sie toll kann, aber eben anders.

Es geht hierbei um Susanne Werding aus Düsseldorf (https://susanne-werding.com) ,die sich in 2019 mit der Fotografie in die Selbstständigkeit gewagt hat. Um sich die Zeit mit Ihren Töchtern zu vertreiben, haben sie einen sonnigen Tag draußen verbracht und diesen mit der Kamera festgehalten. Mit einem tollen Ergebnis.

Deshalb lohnt es sich, Susi einfach mal näher kennenzulernen:

 

 

 

  • Welche Philosophie verfolgst Du bei Deinen Aufträgen?

„Go with the flow“. Es geht mir bei meiner Fotografie vor allem darum, echte Emotionen zu transportieren. Ein sichtbar gemachtes Lebensgefühl. Durch die Unbefangenheit der Kinder entstehen immer wieder magische Momente. Deshalb ist hier ein gewisses Maß an Spontanität wichtig. Natürlich mache ich mir vorab einen Shootingplan und weiß, was ich an Motiven möchte. Aber die schönsten und authentischsten Bilder ergeben sich oft in den „Zwischenmomenten“. Und Spaß haben ist ganz wichtig beim Shooting. Die Arbeit mit Erwachsenen gehe ich übrigens ganz ähnlich an. 

  • Welches sind Deine Lieblingsaufträge?

Puh, das kann ich so pauschal gar nicht sagen. Richtig tolles Licht ist natürlich ein Traum. Wenn man schon während des Fotografierens ganz aufgeregt ist, weil man weiß, das wird etwas Besonderes. Und wenn sich Menschen ganz unbefangen vor der Kamera bewegen, so dass man gar nicht anleiten muss. Auf der anderen Seite ist es aber natürlich auch toll, wenn man es schafft, Menschen, die sich vor der Kamera nicht so wohlfühlen dahin zu bringen, dass sie sich entspannen. Und am Ende sagen „Oh, so habe ich mich noch nie gesehen.“ 

  • Was war Deine bisherige größte Herausforderung und wie hast Du sie gelöst bekommen?

Als große Herausforderung, vor der so viele Eltern stehen, fällt mir spontan die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Nicht zuletzt wegen der Kinder habe ich mich für die Fotografie in der Selbstständigkeit entschieden. Vorher habe ich in einer PR-Agentur gearbeitet und das war, für mich zumindest, mit Kindern überhaupt nicht gut zu stemmen. Nur Druck und Gehetze, um am Ende das ungute Gefühl zu haben, dass es an allen Ecken fehlt. Jemand hat das mal sehr treffend mit einer zu kleinen Decke verglichen: Zieht man an einem Ende, reicht es wieder auf der anderen Seite nicht. 

Jetzt kann ich mir meine Zeit, zumindest in den meisten Fällen, selber einteilen und bin sehr viel flexibler. Klar wird es in den besonders arbeitsintensiven Phasen auch mal eng und wir verhandeln innerhalb der Familie immer wieder neu, weil mein Mann auch selbstständig ist. Meine Abende sind oft lang. Aber das Gefühl, sein eigener Chef zu sein, ist durch kaum etwas aufzuwiegen. 

  • Was nutzt Du privat lieber - Handykamera oder Profiausrüstung?

Ich würde ja gerne sagen, dass ich die Profiausrüstung häufiger nutze, aber wie die meisten benutze ich ganz oft das Handy, wenn ich meine Familie spontan fotografieren will. Die Kamera ist zu groß und zu schwer, um sie einfach so in der Tasche zu haben. Aber ich bemühe mich, immer mal wieder ganz bewusst auch zuhause zu meiner Nikon zu greifen. 

  • Wie sehen Deine Pläne für die Zukunft aus?

Beruflich? Ich liebe meine Familienfotografie und das Fotografieren von Kindern. Dabei werde ich sicher auch bleiben. Gleichzeitig möchte ich meinen Bereich aber gerne noch ausbauen. Porträts faszinieren mich und generell Menschen in ihrem Tun zu begleiten. Deshalb möchte ich in Zukunft noch mehr authentische Business-Fotografie machen. Dabei finde ich es sehr hilfreich, aus der Beratung zu kommen. Denn oft geht es erstmal darum, den roten Faden zu finden. Mit meinem Kunden zu analysieren, was ihn oder sein Produkt ausmacht. Erst dann kann man gemeinsam ein Bildkonzept entwickeln, dass den Markenkern sichtbar macht. 

  • Wenn Du 3 Wünsche frei hättest, was wäre dies?

Du stellst ja Fragen! :) Also, ganz vorne steht sicher Gesundheit. Ich glaube, das ist für alle jetzt noch mal ganz stark in den Fokus gerutscht. Ich wünsche mir, dass ich in Zukunft eine einigermaßen ausgewogene Balance finden werde zwischen der Arbeit, der Familie und dann auch Schritt für Schritt wieder ein wenig mehr Zeit für mich selber. 

Und gegen ein Häuschen in Portugal hätte ich auch nichts einzuwenden!

   

  

 

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